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Wie Viele Vaults Gibt Es In Fallout 4? Anzahl und Besonderheiten der Vaults in Fallout 4

Wenn ich in Fallout 4 durch die verfallenen Straßen des Commonwealth laufe, lande ich früher oder später wieder vor einer dieser schweren Stahltüren mit dem vertrauten Vault-Tec-Symbol. Beim ersten Durchspielen hatte ich noch dieses typische Gefühl: Hinter jeder Tür könnte eine neue Geschichte warten. Genau das macht die Vaults für mich bis heute interessant. Sie sind nicht einfach nur unterirdische Bunker, sondern kleine Experimente voller menschlicher Abgründe, gescheiterter Ideen und überraschender Momente.

Viele Spieler fragen sich irgendwann, wie viele Vaults es in Fallout 4 eigentlich gibt und welche davon man wirklich besuchen kann. Die Antwort ist etwas komplizierter, als man zunächst denkt. Nicht jede Vault-Nummer, die man irgendwo liest, spielt eine aktive Rolle im Spiel. Manche werden nur erwähnt, andere sind vollständig erforschbar. Ich habe beim Erkunden des Commonwealth immer wieder gemerkt, dass gerade diese Unterschiede den Reiz ausmachen.

Die Anzahl der Vaults in Fallout 4 – nicht jede Vault ist gleich wichtig

In Fallout 4 gibt es insgesamt fünf Vaults, die für Spieler direkt relevant sind und entweder besucht oder in der Spielwelt eindeutig thematisiert werden. Dazu gehören Vault 111, Vault 75, Vault 81, Vault 95 und Vault 114. Jede dieser Anlagen verfolgt ein eigenes Konzept und erzählt eine andere Geschichte über die Experimente von Vault-Tec.

Die bekannteste Vault ist natürlich Vault 111, weil hier die eigentliche Handlung des Spiels beginnt. Der Spieler erwacht nach mehr als 200 Jahren aus einem Kryoschlaf und findet eine Welt vor, die kaum noch etwas mit dem Amerika vor dem Krieg zu tun hat. Trotzdem lohnt es sich, nicht bei dieser einen Anlage stehenzubleiben. Viele der interessantesten Geschichten verstecken sich in den anderen Vaults, die oft ganz unterschiedliche Stimmungen erzeugen.

Vault Besonderheit Bedeutung im Spiel
Vault 111 Kryotechnisches Experiment mit Bewohnern Startpunkt der Hauptgeschichte
Vault 75 Experiment mit Kindern und genetischer Selektion Erkundbare Anlage in einer Schule
Vault 81 Medizinisches Experiment mit geheimer Forschung Bewohnter Vault mit eigener Questreihe
Vault 95 Rehabilitationsprogramm für Abhängige Ort mit starken Gegnern und tragischer Geschichte
Vault 114 Soziales Experiment mit extremer Ungleichheit Teil einer wichtigen Quest rund um Nick Valentine

Vault 111 – der Ort, an dem alles beginnt

Vault 111 bleibt für mich einer der eindrucksvollsten Orte in Fallout 4, obwohl man ihn relativ früh verlässt. Der Kontrast funktioniert einfach: Man betritt eine saubere, futuristische Anlage und entdeckt kurz darauf Leichen, kaputte Systeme und die Spuren eines Experiments, das völlig außer Kontrolle geraten ist.

Das eigentliche Experiment bestand darin, Menschen einzufrieren und zu beobachten, wie sie unter extrem langen Kryobedingungen reagieren. Der Spieler erlebt dabei nur einen kleinen Teil des Geschehens, aber die Umgebung erzählt den Rest. Verlassene Räume, beschädigte Terminals und die letzten Aufzeichnungen der Mitarbeiter vermitteln viel mehr als eine einfache Erklärung.

Ich finde besonders spannend, dass Vault 111 nicht wie ein klassischer Zufluchtsort wirkt. Es ist eher ein Labor, in dem Menschen zu Versuchszwecken benutzt wurden. Genau diese Kälte von Vault-Tec zieht sich durch fast alle unterirdischen Anlagen im Fallout-Universum.

Vault 81 – der Vault, der tatsächlich funktioniert hat

Wenn Spieler über Vaults in Fallout 4 sprechen, fällt sehr oft Vault 81. Der Grund ist einfach: Dieser Vault fühlt sich anders an. Während viele Anlagen verlassen, zerstört oder voller Feinde sind, leben hier noch Menschen in einer funktionierenden Gemeinschaft.

Vault 81 sollte ursprünglich ein medizinisches Experiment durchführen. Die Bewohner sollten als Testpersonen für neue Krankheiten und Heilmethoden dienen. Die Wissenschaftler im Hintergrund planten, Krankheiten absichtlich einzuschleusen und anschließend Medikamente zu entwickeln. Doch ein Teil der Vault-Bewohner widersetzte sich diesem Plan, wodurch das Experiment nie vollständig umgesetzt wurde.

Gerade diese Geschichte zeigt eine interessante Seite von Fallout 4. Nicht jedes Experiment endet mit völliger Zerstörung. Vault 81 ist zwar ebenfalls aus einer fragwürdigen Idee entstanden, aber die Bewohner haben sich ihre eigene Gesellschaft aufgebaut. Beim ersten Besuch hatte ich fast vergessen, dass ich mich noch immer in einem Vault-Tec-Projekt befinde.

Mit Vault 81 bekommt Fallout 4 außerdem einen der wenigen Orte, an denen man sieht, wie ein Vault über Generationen hinweg hätte funktionieren können. Die Bewohner haben Regeln, Handel und eine eigene Kultur entwickelt. Das macht die Anlage besonders glaubwürdig.

Vault 75 – ein Experiment mit Kindern und Kontrolle

Vault 75 gehört zu den Vaults, die viele Spieler leicht übersehen, weil er nicht direkt mit der Hauptgeschichte verbunden ist. Der Zugang befindet sich unter einer Schule, was schon beim Betreten eine ungewöhnliche Atmosphäre schafft. Ein Ort, der eigentlich für Bildung und Sicherheit stehen sollte, wird plötzlich zum Schauplatz eines düsteren Experiments.

Vault-Tec wollte hier Kinder und Jugendliche gezielt untersuchen. Die Bewohner wurden nach bestimmten Kriterien ausgewählt, trainiert und anschließend genetisch analysiert. Die Forscher hofften, eine besonders leistungsfähige Generation zu erschaffen.

Was mir an Vault 75 gefällt, ist die Art, wie Fallout die Geschichte nicht direkt erklärt. Man muss Terminals lesen, Räume durchsuchen und Hinweise zusammensetzen. Erst dadurch entsteht das vollständige Bild. Solche Momente machen für mich den Unterschied zwischen einer einfachen Spielkulisse und einer Welt, die wirklich durchdacht wirkt.

Vault 95 – die gescheiterte Hoffnung auf Heilung

Vault 95 verfolgt ein anderes Thema. Hier wurden Menschen aufgenommen, die mit Drogenabhängigkeit zu kämpfen hatten. Zunächst sollte der Vault als Rehabilitationsprogramm dienen. Die Bewohner erhielten Unterstützung und lebten über Jahre scheinbar erfolgreich zusammen.

Der eigentliche Plan von Vault-Tec war jedoch deutlich grausamer. Nach einer bestimmten Zeit wurde eine große Menge Drogen in den Vault gebracht, um zu beobachten, wie die Bewohner reagieren würden. Das Experiment zerstörte die Gemeinschaft und hinterließ eine weitere Vault-Tec-Katastrophe.

Beim Erkunden von Vault 95 spürt man besonders stark diese Mischung aus Hoffnung und Verrat. Die Bewohner waren keine zufälligen Testpersonen, sondern Menschen, die tatsächlich versucht haben, ihr Leben zu verändern. Genau deshalb wirkt ihre Geschichte so bitter.

Vault 114 – ein soziales Experiment mitten in Boston

Vault 114 unterscheidet sich von den anderen Anlagen, weil er nicht tief außerhalb der Stadt versteckt liegt. Man findet ihn während einer Quest im Bereich von Boston. Für viele Spieler ist dieser Vault der erste, der wirklich zeigt, wie absurd die Ideen von Vault-Tec sein konnten.

Das Experiment sollte eine extreme soziale Situation erzeugen. Die Bewohner waren größtenteils Menschen aus der oberen Gesellschaftsschicht, während der Vault von einer Person geleitet werden sollte, die eigentlich kaum für diese Aufgabe geeignet war. Die Idee dahinter war, zu beobachten, wie Menschen unter ungewöhnlichen Machtverhältnissen reagieren.

Die Anlage ist außerdem eng mit Nick Valentine verbunden, weshalb sie für die Geschichte des Spiels eine besondere Rolle bekommt. Obwohl Vault 114 kleiner wirkt als andere Vaults, bleibt er durch seine Atmosphäre im Gedächtnis.

Warum die Vaults in Fallout 4 mehr sind als nur Bunker

Nach vielen Stunden im Commonwealth sehe ich die Vaults nicht mehr nur als Orte zum Looten oder als optionale Dungeons. Sie sind ein Spiegelbild dessen, was Fallout eigentlich erzählen möchte. Hinter jeder Tür steckt eine Frage: Was passiert, wenn Menschen isoliert werden? Wie weit gehen Unternehmen für Forschung und Profit? Und was bleibt von einer Gesellschaft übrig, wenn die äußeren Regeln verschwinden?

Gerade deshalb funktionieren die Vaults so gut. Die Entwickler hätten einfach verschiedene unterirdische Labyrinthe bauen können, aber jede Anlage besitzt eine eigene Identität. Vault 81 fühlt sich anders an als Vault 95, Vault 75 erzählt eine andere Geschichte als Vault 111.

Ich empfehle neuen Spielern deshalb, nicht nur den Markierungen auf der Karte zu folgen. Manche der besten Momente in Fallout 4 entstehen, wenn man einen scheinbar unwichtigen Eingang untersucht und plötzlich eine komplette Geschichte entdeckt.

Welche Vaults gibt es nicht als vollständige Orte in Fallout 4?

Ein häufiger Fehler bei Listen im Internet ist, dass alle erwähnten Vault-Nummern miteinander vermischt werden. Das Fallout-Universum enthält viele Vaults, aber nicht jede Nummer bedeutet, dass man diesen Ort im Spiel betreten kann.

Fallout 4 erwähnt verschiedene Anlagen indirekt durch Gespräche, Dokumente oder Hintergrundinformationen. Diese gehören zwar zur Weltgeschichte, sind aber keine frei erkundbaren Orte wie die fünf bekannten Vaults des Spiels.

Für mich gehört genau diese Unvollständigkeit zum Reiz der Reihe. Das Commonwealth fühlt sich größer an, weil nicht jede Geschichte vollständig erzählt wird. Man bekommt Fragmente und muss sich selbst vorstellen, was hinter den fehlenden Türen passiert sein könnte.

Die Vaults bleiben einer der stärksten Teile von Fallout 4

Auch Jahre nach dem ersten Durchspielen sind die Vaults für mich einige der Orte, an die ich mich am besten erinnere. Nicht wegen der Kämpfe oder der Belohnungen, sondern wegen der Geschichten, die dort verborgen liegen.

Wer Fallout 4 zum ersten Mal spielt, sollte die Vaults nicht einfach abhaken. Jede Anlage belohnt ein langsames Erkunden. Ein altes Terminal, eine Notiz auf einem Tisch oder ein leerer Raum kann manchmal mehr erzählen als eine lange Zwischensequenz.

Am Ende bleiben die Vaults vor allem deshalb interessant, weil sie zeigen, dass die größte Gefahr in Fallout nie nur der Krieg oder die zerstörte Welt war. Die eigentlichen Geschichten entstehen durch Menschen, die glauben, alles kontrollieren zu können. Und genau dort liegt für mich die besondere Stärke dieser unterirdischen Welten.

Visuals von Magnific (www.magnific.com)

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