Ich erinnere mich noch an meine ersten großen Beacon-Projekte in Minecraft: Man hatte endlich den Wither besiegt, den Netherstern in der Hand und war überzeugt, dass der schwierigste Teil geschafft ist. Dann kam die nächste Frage: Wie baut man eigentlich die richtige Basis dafür? Viele unterschätzen den Aufwand, weil der Beacon selbst klein aussieht. Der eigentliche Bau darunter ist aber ein Projekt für sich – besonders, wenn man einen vollständigen Beacon mit maximaler Reichweite möchte.
Gerade auf Survival-Welten sehe ich oft, dass Spieler irgendwo anfangen, Blöcke zu sammeln, ohne genau zu wissen, wie viele sie wirklich brauchen. Nach einigen Stunden merken sie dann, dass noch hunderte Ressourcen fehlen. Deshalb lohnt es sich, vor dem Bau einmal sauber zu planen. Ein Full Beacon ist kein kleines Dekorationsobjekt, sondern eine der größten funktionalen Strukturen, die man im normalen Minecraft-Survival errichten kann.
Was bedeutet ein Full Beacon in Minecraft eigentlich?
Mit einem „Full Beacon“ ist normalerweise ein vollständig ausgebauter Beacon mit einer maximalen Pyramide gemeint. Der Beacon selbst steht dabei auf einer vierstöckigen Basis aus wertvollen Blöcken. Erst diese komplette Pyramide schaltet alle Funktionen frei und ermöglicht die stärksten Effekte.
Die Basis besteht aus vier Ebenen. Die unterste Schicht ist die größte und wird mit jeder weiteren Ebene kleiner. Viele Spieler verwechseln dabei den Beacon-Block mit der gesamten Konstruktion. Der Beacon benötigt nur einen kleinen Platz oben, aber die Pyramide darunter entscheidet darüber, wie stark und weitreichend seine Effekte sind.
Ein vollständig aktivierter Beacon kann nicht nur einen primären Effekt geben, sondern bei maximaler Größe zusätzlich einen sekundären Effekt wie Regeneration freischalten. Genau deshalb bauen viele Spieler überhaupt erst eine komplette Pyramide und geben sich nicht mit einer kleinen Version zufrieden.
Die genaue Anzahl der Blöcke für einen vollständigen Beacon
Für einen Full Beacon braucht man insgesamt 164 Blöcke für die Pyramide. Diese Zahl klingt zunächst überschaubar, aber man muss bedenken, dass ein Block neun einzelne Materialien benötigt, wenn man ihn aus Barren oder Edelsteinen herstellt.
Die vier Ebenen der Beacon-Basis sehen folgendermaßen aus:
| Ebene | Größe der Fläche | Benötigte Blöcke |
|---|---|---|
| Untere Ebene | 9 × 9 Blöcke | 81 Blöcke |
| Zweite Ebene | 7 × 7 Blöcke | 49 Blöcke |
| Dritte Ebene | 5 × 5 Blöcke | 25 Blöcke |
| Obere Ebene | 3 × 3 Blöcke | 9 Blöcke |
Addiert man diese vier Ebenen, kommt man auf 81 + 49 + 25 + 9 = 164 Blöcke. Der Beacon selbst wird nicht mitgerechnet, da er oben auf der Struktur platziert wird und keine Ressourcen für die Pyramide verbraucht.
Welche Materialien kann man für die Beacon-Pyramide verwenden?
Ein häufiger Irrtum ist, dass ein Beacon nur mit Diamantblöcken oder Smaragdblöcken funktioniert. Das stimmt nicht. Minecraft akzeptiert mehrere Materialien. Man kann Eisen, Gold, Diamant, Smaragd oder Netherit verwenden. Die Wirkung bleibt gleich, egal welches Material man benutzt.
In der Praxis entscheidet meistens die Verfügbarkeit. Auf einer neuen Survival-Welt ist eine Eisenbasis oft die realistischste Lösung. Viele erfahrene Spieler greifen später zu Eisenfarmen, weil Eisenblöcke relativ einfach in großen Mengen produziert werden können. Eine komplette Diamantbasis sieht beeindruckend aus, ist aber eher ein Luxusprojekt.
Für die Herstellung von 164 Blöcken benötigt man immer 1476 einzelne Einheiten des jeweiligen Materials. Der Grund ist einfach: Ein Block besteht aus neun Barren oder Edelsteinen. Wer also eine komplette Eisenbasis bauen möchte, braucht 1476 Eisenbarren. Bei Diamanten wären es 1476 einzelne Diamanten – ein enormer Unterschied im Aufwand.
Meine bevorzugte Variante im Survival: Eisen statt Luxusmaterialien
Wenn ich einen Beacon auf einer langfristigen Survival-Welt plane, entscheide ich mich fast immer für Eisen. Nicht, weil die anderen Materialien schlecht aussehen, sondern weil der Nutzen eines Beacons nichts mit dem Aussehen der Basis zu tun hat. Der Beacon gibt seine Effekte unabhängig vom verwendeten Block weiter.
Eine Eisenbasis hat außerdem einen praktischen Vorteil: Sie lässt sich später problemlos erweitern oder umgestalten. Viele bauen am Anfang eine einfache Pyramide und verschönern sie erst Monate später mit Glas, Dekoration oder seltenen Blöcken.
Gold oder Smaragd nutze ich eher für besondere Bauprojekte. Eine goldene Beacon-Pyramide passt beispielsweise gut zu einer großen Festung oder einem Tempel. Bei Diamant- oder Netheritvarianten geht es weniger um Effizienz, sondern um den Moment, in dem man zeigen möchte, was man auf der Welt erreicht hat.
Der Beacon selbst: Welche zusätzlichen Materialien braucht man?
Neben den 164 Blöcken für die Basis benötigt man natürlich auch den Beacon-Block. Dafür braucht man fünf Glasblöcke, drei Obsidianblöcke und einen Netherstern.
Der schwierigste Teil ist dabei meistens der Netherstern, weil man dafür den Wither besiegen muss. Gerade im Survival ist dieser Kampf oft die eigentliche Hürde auf dem Weg zum ersten Beacon. Viele Spieler sammeln deshalb zuerst alle anderen Materialien und bauen die Pyramide erst nach dem Wither-Kampf.
Für die Aktivierung braucht man außerdem ein Eisen-, Gold-, Diamant-, Smaragd- oder Netheritstück, das man in das Menü des Beacons legt. Dieses Material wird nicht verbraucht, sondern dient nur dazu, den Effekt auszuwählen.
Wie lange dauert es, einen Full Beacon zu bauen?
Die Zeit hängt stark davon ab, wie gut die eigene Welt vorbereitet ist. Ein Spieler mit einer funktionierenden Eisenfarm kann die benötigten Ressourcen relativ entspannt sammeln. Ohne Farm kann allein das Herstellen der 164 Blöcke eine lange Mining- und Sammelphase bedeuten.
Bei meinem ersten Beacon war nicht der Bau der Pyramide das Problem, sondern die Vorbereitung. Man braucht einen sicheren Nether-Zugang, genug Nahrung, Ausrüstung und natürlich den Wither-Kampf selbst. Der Beacon ist deshalb weniger ein einzelnes Crafting-Ziel, sondern eher ein Zeichen dafür, dass die Welt schon eine gewisse Entwicklung erreicht hat.
Viele unterschätzen auch den Platzbedarf. Eine komplette Basis benötigt eine Fläche von 9 × 9 Blöcken, aber wenn man sie schön in eine Landschaft integrieren möchte, sollte man deutlich mehr Raum einplanen. Ein Beacon mitten zwischen zufälligen Hügeln wirkt selten so beeindruckend wie eine bewusst geplante Anlage.
Welche Effekte bekommt man mit einem Full Beacon?
Die größte Version des Beacons erlaubt die Auswahl stärkerer Effekte. Besonders beliebt sind Geschwindigkeit, Eile, Sprungkraft, Stärke und Widerstand. Für große Bauprojekte ist Eile meistens der wichtigste Effekt, weil man damit deutlich schneller abbauen kann.
Genau hier merkt man den Unterschied zwischen einem kleinen und einem vollständigen Beacon. Ein einfacher Beacon funktioniert zwar, aber die Reichweite und die verfügbaren Optionen sind begrenzter. Ein Full Beacon lohnt sich besonders für Spieler, die große Bauwerke planen oder regelmäßig große Mengen an Blöcken abbauen.
Ich sehe den Beacon weniger als Endziel, sondern eher als Werkzeug, das danach viele weitere Projekte einfacher macht. Eine Stunde Terraforming mit Eile fühlt sich plötzlich völlig anders an als ohne Unterstützung.
Typische Fehler beim Bau einer Beacon-Pyramide
Der häufigste Fehler ist, dass Spieler die Ebenen falsch zählen. Eine komplette Pyramide besteht nicht aus vier gleich großen Flächen. Die Maße werden von unten nach oben kleiner: 9×9, 7×7, 5×5 und 3×3. Schon ein kleiner Fehler in einer Ebene kann dazu führen, dass der Beacon nicht vollständig aktiviert wird.
Ein weiterer Punkt ist die Sichtlinie. Der Beacon braucht eine freie Verbindung nach oben. Glas, Wasser und einige transparente Blöcke funktionieren zwar, aber normale feste Blöcke über dem Beacon verhindern die Aktivierung. Deshalb sollte man beim Bau immer darauf achten, dass nichts über der Spitze steht.
Außerdem bauen manche Spieler ihre Pyramide aus verschiedenen Materialien zusammen, weil sie gerade nicht genug von einem einzigen Block haben. Das funktioniert problemlos. Eine Mischung aus Eisen, Gold und Smaragd sieht vielleicht ungewöhnlich aus, erfüllt aber denselben Zweck.
Der erste Full Beacon bleibt meistens etwas Besonderes
Nach vielen Jahren Minecraft wirken manche Mechaniken fast alltäglich, aber der erste vollständig gebaute Beacon gehört für viele Spieler zu den Momenten, an die sie sich erinnern. Nicht wegen des Blocks selbst, sondern wegen allem, was davor passiert ist: der Kampf gegen den Wither, das Sammeln der Ressourcen und die Stunden, die man in die eigene Welt investiert hat.
Ein Full Beacon zeigt deshalb nicht nur, wie viele Blöcke man gesammelt hat. Er erzählt auch eine kleine Geschichte über die Entwicklung der eigenen Welt. Ob die Basis am Ende aus einfachem Eisen besteht oder aus seltenen Materialien glänzt, ist dabei fast nebensächlich. Entscheidend ist der Weg dorthin – und genau deshalb bauen viele Spieler irgendwann doch noch ihren nächsten Beacon.
Visuals von Magnific (www.magnific.com)
Eine gute Runde kann Stunden dauern, eine schlechte Taktik nur Sekunden überleben. Am meisten Spaß machen spannende Matches, clevere Strategien und die kleinen Erfolgsmomente, wenn ein ungewöhnlicher Plan tatsächlich funktioniert.