Ich erinnere mich noch gut an die Abende, an denen bei Freunden die alten Dragon-Ball-Budokai-Tenkaichi-Teile auf der PlayStation liefen. Man hat nicht lange über Menüs oder perfekte Einstellungen nachgedacht – man wollte einfach Goku nehmen, eine Arena auswählen und sehen, wer den stärkeren Angriff durchbekommt. Genau dieses Gefühl war es, das die Ankündigung eines neuen Teils bei vielen Fans sofort wieder geweckt hat. Nach Jahren voller Gerüchte und Hoffnungen bekam die Reihe endlich eine Fortsetzung, die nicht nur den alten Namen aufgreift, sondern auch versucht, das klassische Arena-Kampfgefühl in die moderne Gaming-Welt zu bringen.
Die Frage, die viele Spieler beschäftigt, lautet deshalb: Wann kommt Dragon Ball Budokai Tenkaichi 4 raus? Der Titel erschien tatsächlich nicht mehr unter dieser Nummerierung, sondern wurde offiziell als Dragon Ball: Sparking! ZERO veröffentlicht. Für viele Fans bleibt es trotzdem der geistige Nachfolger von Budokai Tenkaichi 3. Ich habe die Entwicklung rund um das Spiel über längere Zeit verfolgt und dabei gemerkt, dass es hier nicht nur um einen weiteren Anime-Fighter geht. Es geht um die Rückkehr einer Spielreihe, die für viele Spieler ein ganz bestimmtes Stück Gaming-Geschichte bedeutet.
Der Erscheinungstermin: Wann konnte man Dragon Ball Budokai Tenkaichi 4 spielen?
Die ersten offiziellen Informationen kamen im Jahr 2023, als Bandai Namco und das Entwicklerteam einen neuen Dragon-Ball-Arena-Fighter ankündigten. Damals war noch nicht klar, wie genau der Nachfolger heißen würde und wann er erscheinen sollte. Die Spannung entstand vor allem deshalb, weil Budokai Tenkaichi 3 bereits viele Jahre zurücklag und die Reihe lange Zeit keine direkte Fortsetzung bekommen hatte.
Später wurde bestätigt, dass der neue Teil am 11. Oktober 2024 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC veröffentlicht wird. Damit verabschiedete sich die Serie von den älteren Konsolen und nutzte erstmals vollständig die Möglichkeiten der aktuellen Hardware-Generation. Für Fans bedeutete das vor allem eines: größere Arenen, mehr Details und Kämpfe, die deutlich näher an den spektakulären Szenen aus dem Anime liegen sollten.
Interessant fand ich dabei besonders, dass der Entwickler nicht einfach versucht hat, den alten Teil technisch zu kopieren. Viele Fortsetzungen scheitern daran, dass sie nur bekannte Elemente wiederholen. Bei Sparking! ZERO war dagegen von Anfang an zu erkennen, dass die Entwickler den Kern der alten Spiele behalten wollten, aber gleichzeitig eine moderne Spielerfahrung schaffen mussten.
Warum der Name Budokai Tenkaichi 4 trotzdem weiter verwendet wird
Innerhalb der Community hat sich die Bezeichnung „Budokai Tenkaichi 4“ trotzdem gehalten. Das liegt nicht daran, dass die Fans den offiziellen Namen ignorieren, sondern daran, dass die Verbindung zur alten Reihe sehr stark ist. Die Vorgänger hießen in Japan bereits Sparking!, während die westlichen Versionen unter dem Namen Budokai Tenkaichi bekannt wurden.
Für viele Spieler ist der neue Titel deshalb praktisch der vierte Teil der bekannten Serie. Wer früher Stunden mit Budokai Tenkaichi 2 oder 3 verbracht hat, erkennt sofort die Grundidee wieder: freie Bewegungen in großen 3D-Arenen, schnelle Nahkämpfe, Energieangriffe aus der Distanz und Verwandlungen mitten im Kampf.
Diese Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist meiner Meinung nach einer der interessantesten Punkte am Spiel. Die Entwickler mussten eine Balance finden: Alte Fans wollten das vertraute Gefühl zurück, neue Spieler sollten aber nicht das Gefühl bekommen, eine veraltete Mechanik zu spielen.
Was ist neu bei Dragon Ball: Sparking! ZERO?
Der größte Unterschied zu den alten Teilen liegt natürlich in der technischen Umsetzung. Die Kämpfe wirken deutlich schneller und dynamischer. Explosionen, Spezialattacken und Bewegungen der Figuren wurden stark überarbeitet. Gerade bei bekannten Szenen wie Goku gegen Vegeta oder Kämpfen aus der Cell-Saga merkt man, dass die Entwickler viel Wert auf die typische Dragon-Ball-Dramatik gelegt haben.
Eine Neuerung ist der sogenannte Episode-Battle-Modus. Hier können Spieler wichtige Momente aus der Geschichte von Dragon Ball aus der Perspektive verschiedener Charaktere erleben. Dabei geht es nicht nur darum, bekannte Kämpfe nachzuspielen. Das Spiel erlaubt auch alternative Entwicklungen, bei denen Entscheidungen des Spielers andere Verläufe erzeugen können.
Das ist ein Punkt, der mir besonders gefallen hat, weil Dragon Ball schon immer mit „Was wäre wenn?“-Szenarien gespielt hat. Fans haben seit Jahren darüber diskutiert, wie bestimmte Kämpfe ausgegangen wären, wenn eine Figur anders gehandelt hätte. Das Spiel greift genau diese Fantasie auf.
Mehr Charaktere als je zuvor und ein riesiger Kader
Ein wichtiger Bestandteil der Budokai-Tenkaichi-Reihe war immer die Anzahl der spielbaren Figuren. Während andere Prügelspiele oft mit einer begrenzten Auswahl arbeiten, wollte diese Serie möglichst viele Charaktere aus dem Dragon-Ball-Universum anbieten.
Auch der neue Teil setzt diesen Weg fort. Zum Start waren bereits viele bekannte Kämpfer bestätigt, darunter verschiedene Versionen von Goku und Vegeta, Figuren aus Dragon Ball Z, Dragon Ball Super sowie Charaktere aus den Filmen. Besonders spannend ist dabei, dass nicht nur die bekanntesten Helden berücksichtigt werden. Auch Nebenfiguren und ungewöhnlichere Varianten gehören zum Konzept.
Der große Kader ist nicht nur eine Zahl für die Werbung. In der Praxis verändert jede Figur das Spielgefühl. Ein langsamer Kämpfer wie Broly spielt sich völlig anders als ein schneller Charakter wie Hit oder ein technisch orientierter Kämpfer wie Piccolo. Genau diese Unterschiede haben die alten Teile so langlebig gemacht.
- Dragon Ball Z: Viele bekannte Versionen von Goku, Vegeta, Gohan, Frieza und Cell kehren zurück.
- Dragon Ball Super: Figuren aus den neueren Handlungsabschnitten erweitern das Universum des Spiels.
- Filme und Spezialcharaktere: Auch Kämpfer außerhalb der klassischen Seriengeschichte spielen eine wichtige Rolle.
- Alternative Formen: Verschiedene Transformationen sorgen für deutlich unterschiedliche Spielweisen.
Die Kämpfe: Bleibt das alte Budokai-Tenkaichi-Gefühl erhalten?
Genau diese Frage stellte sich die Community wahrscheinlich am häufigsten. Denn Grafik allein macht keinen guten Nachfolger. Der Reiz der alten Spiele lag darin, dass man sich tatsächlich wie ein Charakter aus Dragon Ball gefühlt hat. Man flog durch die Arena, verschwand mit schnellen Bewegungen hinter dem Gegner und startete eine gewaltige Attacke im richtigen Moment.
In Sparking! ZERO wurde dieses Prinzip erweitert. Die Arenen sind größer und zerstörbarer, wodurch die Kämpfe noch mehr an die Vorlage erinnern. Gebäude, Landschaften und Umgebungen reagieren stärker auf die Aktionen der Spieler. Dadurch entsteht weniger der Eindruck eines normalen Kampfspiels und mehr das Gefühl einer interaktiven Anime-Szene.
Natürlich verändert sich das Spielgefühl auch durch moderne Mechaniken. Neue Spieler müssen sich zunächst an die Geschwindigkeit gewöhnen. Die Kämpfe sind nicht einfach nur ein Wechsel aus Angriff und Verteidigung. Timing, Positionierung und der richtige Einsatz von Fähigkeiten spielen eine große Rolle.
Für wen lohnt sich der neue Teil?
Ich würde sagen, dass Dragon Ball: Sparking! ZERO vor allem diejenigen anspricht, die den Stil der alten Budokai-Tenkaichi-Spiele vermisst haben. Wer ein klassisches Beat’em-up mit kleinen Arenen und einfachen Kombinationen sucht, bekommt hier etwas anderes. Das Spiel lebt von Bewegung, Chaos und dem Gefühl, mitten in einer Dragon-Ball-Folge zu stehen.
Neue Spieler sollten sich etwas Zeit geben. Die große Auswahl an Charakteren kann am Anfang überwältigend wirken, und die Geschwindigkeit verlangt eine gewisse Eingewöhnung. Gleichzeitig ist genau diese Tiefe der Grund, warum solche Spiele oft über Jahre gespielt werden.
Was ich an diesem Ansatz interessant finde: Das Spiel richtet sich nicht ausschließlich an Nostalgiker. Es versucht, eine Brücke zwischen den Fans der ersten PlayStation-Generation und einer neuen Generation von Dragon-Ball-Spielern zu bauen.
Die Erwartungen nach dem Release
Bei einer so bekannten Marke sind die Erwartungen automatisch hoch. Viele Fans vergleichen den neuen Teil direkt mit Budokai Tenkaichi 3, das bis heute einen besonderen Ruf besitzt. Dieser Vergleich ist verständlich, aber auch schwierig, weil sich Spieleentwicklung in den letzten Jahren stark verändert hat.
Ein moderner Nachfolger muss nicht nur viele Figuren bieten. Er muss technisch stabil sein, Online-Funktionen unterstützen und langfristig interessant bleiben. Gerade bei einem Spiel mit einer so großen Fangemeinde wird die Unterstützung nach der Veröffentlichung eine wichtige Rolle spielen.
Schon vor dem Release war klar, dass Sparking! ZERO eine besondere Position einnimmt. Es ist nicht einfach irgendein weiteres Dragon-Ball-Spiel, sondern die Rückkehr einer Reihe, die viele Spieler mit bestimmten Erinnerungen verbinden.
Mein Blick auf die Rückkehr der Reihe
Wenn ich auf die Entwicklung von Dragon Ball: Sparking! ZERO zurückblicke, fällt mir vor allem eines auf: Die größte Herausforderung war nicht, ein neues Spiel zu machen. Die Herausforderung war, ein altes Gefühl wieder einzufangen, ohne stehen zu bleiben.
Der Erscheinungstermin am 11. Oktober 2024 markierte deshalb mehr als nur den Start eines neuen Titels. Für viele Fans war es der Moment, in dem eine lange vermisste Spielidee zurückkehrte. Ob das Spiel den gleichen Kultstatus wie die alten Teile erreicht, entscheidet am Ende nicht nur die Technik, sondern vor allem die Zeit, die Spieler damit verbringen.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Frage „Wann kommt Budokai Tenkaichi 4 raus?“ so oft gestellt wurde. Es ging nie nur um ein Datum. Es ging um die Hoffnung, wieder dieses Gefühl zu erleben, einen Lieblingscharakter auszuwählen und für ein paar Minuten nicht nur ein Spiel zu spielen, sondern Teil einer Dragon-Ball-Schlacht zu sein.
Visuals von Magnific (www.magnific.com)
Eine gute Runde kann Stunden dauern, eine schlechte Taktik nur Sekunden überleben. Am meisten Spaß machen spannende Matches, clevere Strategien und die kleinen Erfolgsmomente, wenn ein ungewöhnlicher Plan tatsächlich funktioniert.